Samstag, 16. Mai 2015

Vegetarische Ernährung für Kleinkinder?

Foto: pixabay
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) tut das, was man dem Namen nach von ihr erwarten darf - sie klärt auf.

So auch auf ihrem Webportal kindergesundheit.info.de. Dort finden sich unter anderem Ernährungsempfehlungen für Kinder im Alter von 1-6 Jahren. Dort wiederum aufbereitet, Aufklärung zur Eignung vegetarischer Ernährung für den Nachwuchs in dieser Altersgruppe.

Neulich ging ich der Frage nach, ob sich werdende Mütter vegan ernähren sollten und welche gesundheitlichen Hypotheken sie ihren Kindern damit potenziell auf den Lebensweg geben, wenn sie sich dafür entscheiden, komplett auf Nahrungsmittel tierischer Herkunft während der Schwangerschaft zu verzichten, heute will ich mit Euch gemeinsam einen kritischen Blick auf die Leitlinien der BZgA für eine vegetarische Ernährung für Kleinkinder werfen.

Packt schon mal die Schreikissen aus, damit gegebenenfalls die Nachbarn nicht aufgrund Eurer Verzweiflungschreie bei der Lektüre der Tipps der BZgA die Polizei alarmieren ... .
von Robert Bock

"Drei wesentliche Formen vegetarischer Ernährung
Es gibt im Wesentlichen drei Formen vegetarischer Ernährung:
1. laktovegetarisch
2. ovo-laktovegetarisch
3. vegan
Laktovegetarier verzichten auf Fleisch, Fisch und Eier, nehmen aber Milch und Milchprodukte zu sich. Ovo-Laktovegetarier streichen lediglich Fisch und Fleisch von ihrem Speiseplan, verzehren aber - im Unterschied zu den Laktovegetariern - neben Milch und Milchprodukten auch Eier. Nach diesen beiden Formen leben rund 80 Prozent aller Vegetarier. Veganer meiden alle vom Tier stammenden Produkte. Das wären neben Fleisch auch Fisch, Eier, Milch und Honig. Auch Kleidung aus tierischen Materialien wird häufig abgelehnt. Die vegane Ernährung ist für Kinder ungeeignet und wird sogar als gefährlich eingestuft."
Zwischenruf: OK, für die Uninformierten werden zunächst mal - blablabla - die Unterschiede der wichtigsten Spielarten des Vegetarismus erklärt. Das ist durchaus sinnvoll, denn nicht jeder kennt sich schließlich in dieser wirren Welt der Fleischverweigerung aus.
Der abschließende Satz dieses Absatzes ist von mir deswegen unterstrichen worden, weil man im Grunde nur immer und immer wieder unterstreichen muß, was dort steht:

Vegane Ernährung ist für Kinder - und nicht nur für diese! - ungeeignet und sogar gefährlich.  

Menschen sind Omnivoren und keine Herbivoren.  

Säuglinge ernähren sich nicht vegan, wenn sie an der Brust der Mutter gestillt werden.

Das natürliche erste Nahrungsmittel eines jeden Menschen ist die Muttermilch. Muttermilch ist ein tierisches Nahrungsmittel, es sei denn die Mutter wäre eine Pflanze. Auch wenn unrasierte Frauenbeine manchmal an Kakteen erinnern - auch wenn das den Veganern nicht gefällt, ist es die Säuglingsnahrung eines Tieres der Gattung Homo sapiens.
Eine Mutter, die ihrem Säugling deswegen die Brust verwehrt, weil das nicht vegan sei und ihm Sojamilch ins Fläschchen kippt, ist m.E. ein glasklarer Fall für professionelle Hände und das Jugendamt.

Weiter unten präzisieren die Bundesgesundheitsaufklärer ihren Standpunkt. Wir kommen darauf zurück. Weiter ....

"Vielseitig und sorgfältig ausgewählt ist auch eine vegetarische Ernährung für Kinder möglich
Eine vegetarische (laktovegetarische oder ovo-laktovegetarische) Ernährung ist auch für Kinder möglich, wenn sie vielseitig ist und nährstoffreiche Lebensmittel beinhaltet. Denn nur dann kann gewährleistet werden, dass ein Kind die für sein Wachstum notwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge erhält. Besonders nährstoffreich sind Gemüse, Obst und Vollkornprodukte. Um einen Mangel an Eiweißen, wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen zu verhindern, sollte das Kind zudem regelmäßig Milchprodukte und Eier, wenn möglich auch Fisch essen."
Stop, Freunde - ihr habt Nüsse und Hülsenfrüchte vergessen, wenn ihr schon die echten Nährstoffbomben, das Ambrosia, das Gelée Royale der menschlichen Ernährung, wenn man so will, themenbedingt ausklammern müßt: Fleisch, insbesondere Innereien wie Leber und Knochenmark (und im Fall der Veganer zusätzlich auch Eier).

Statt dessen: Die unsäglichen Mineralstoffräuber und hochallergenen, lektinstrotzenden Vollkornprodukte und (weiter unten hinzukommend) Hülsenfrüchte

Man erkennt eben die Handschrift der D.G.E., dem verlängertem Arm der Agrar- und Lebensmittelindustrie - ein privater VErein, keine staatliche Institution, was man nie vergessen sollte ...

Im letzten Satz kriegen die Bundesaufklärer beinahe wieder die Kurve: Milchprodukte? Naja - 70-80% der Weltbevölkerung kommen ausgezeichnet ohne solche aus, nachdem sie der Mutterbrust entwöhnt sind. Der permanente Hinweis auf die Unverzichtbarkeit von Milchprodukten, den man von seiten der Ernährungsberater von D.G.E.'s Gnaden hört, ist nichts weiter als evolutionsbiologisch und physiologisch unreflektierter Unfug. Jetzt haben wir die Milchwirtschaft und jetzt müssen die auch Kohle machen. Das ist der einzige Grund hinter solchen Ratschlägen: Agrar-Lobbyismus.

Aber Eier und Fisch, vor allem regelmäßig genossen, das kann ich unterschreiben. Wobei wir bei Einbezug der Fische, eigentlich so weit weg von einer vegetarischen Ernährung sind, wie Schalke 04 in diesem Jahrhundert von einer Deutschen Meisterschaft. Gut für die Kleinen, schade für die Schalke-Fans.
"Besondere Aufmerksamkeit sollten Eltern allerdings dem Mineralstoff Eisen zukommen lassen. Der regelmäßige Verzehr von Hafer und Hirse in Form von Müsli, Brot oder Getreidespeisen schützt Kinder vor Eisenmangel. Auch sollten mehrmals in der Woche Hülsenfrüchte und viel eisenreiches Gemüse (zum Beispiel Spinat und Fenchel) und Salate auf dem Speiseplan stehen. Da Vitamin C die Eisenausnutzung verbessert, sollte ein Vitamin-C-reiches Lebensmittel zu den Mahlzeiten gehören. Vitamin-C-reich sind unter anderem Orangensaft, Paprika und Äpfel. Wenn Sie sich - gemeinsam mit Ihrem Kind - für eine laktovegetarische oder ovo-laktovegetarische Ernährung entscheiden, informieren Sie sich umfassend, worauf Sie besonders achten sollten. So können Sie möglichen Problemen von vornherein vorbeugen."
Lieber vorbeugen, als auf die Füße kotzen - alles klar.
Liebe Leute von der BZgA: Mit diesen flachen, sicher nett gemeinten, aber nicht im Traum solide evidenzunterfütterten Tipps, erreicht ihr leider das glatte Gegenteil von dem, was ihr erreichen wollt! Begründung:

Phytinsäure in Getreiden wie Hafer und Hirse, Müsli, Brot und Getreidespeisen bindet im Darm Mineralstoffe und Spurenlemente. Ausgerechnet auch das Eisen, das ihr als so wichtig erachtet. Zudem: Eisen aus pflanzlichen Quellen wird deutlich schlechter resorbiert, als solches aus tierischen Quellen (Hämeisen).
Neben der Chelatkomplexe bildenden Phytinsäure kommt bei den ovo-lakto-vegtabil ernährten Kids noch das Casein aus der Milch dazu: Auch dieses Kuhmilchprotein hemmt die Eisenaufnahme. Wären da noch eisenbindende Oxalate im explitit empfohlenen Spinat, dessen angeblicher Eisengehalt auf einem wieder und wieder reproduzierten Fehler beim Abschreiben aus einer Nährwerttabelle in altvorderen Zeiten beruht und möglicherweise auch pflanzliche Polyphenole mit ebendieser Wirkung auf die Resorption von Mineralstoffen. Zur optimalen Vitamin-C-Versorgung wäre ein Stück Salami angebrachter, da Wurstwaren drastisch mehr an (zugefügtem) Vitamin C enthalten, als jeder Apfel (und Eisen liefert die Salami in prima verwertbarer Form en passant gleich mit). Doch halt: Salami wächst ja nicht an einem Strauch - fällt also flach.
Ist es Euch aufgefallen? Man wählt die vorsichtige Formulierung "gemeinsam mit ihrem Kind" - klingt das nicht nett und kuschelig? Und noch dazu so ungemein konsensual und erfrischend kindgerecht, wenn wir die Kleinen "dort abholen, wo sie stehen" respektive krabbeln! Da haben die Verfasser dieses Textes aber mal wieder etwas "ein stückweit" "angedacht", was "am Ende des Tages" "keinen Sinn macht", sondern ein ziemlich ausgegorener Quatsch ist - Sorry: Im Quatsch "angekommen" sind sie. "Endlich" angekommen. (Wie ich dieses Claudia-Roth-Gutmenschen-Pädagogen-Gesülze dick habe... !)

Ein Kind im Alter von 1-6 Jahren ist zu solch komplexen Mit-Entscheidungen (je jünger es ist, natürlich) gar nicht in der Lage (wenn schon die Eltern nicht wissen, was sie sich und dem Kind da antun....) und es ist darauf angewiesen eine echte Wahl zu haben, seinen Geschmack und seine Körperintelligenz entscheiden zu lassen. Sprich: Eine vollumfängliche Lebenmittelpalette, die tierische Lebensmittel jeder Art grundsätzlich einschließt. Und, falls der Dreijährige Bock auf rohe Leber hat, dann sollte er rohe Leber bekommen. Sein Körper signalisiert ihm, was ihm gut tut. Damit er/sie aber weiß, auf was er/sie Bock haben kann, muß der kleine Mensch die Möglichkeit haben/gehabt haben, die Vielfalt sämtlicher Nahrungsoptionen auszutesten.

Sehr interessant fand ich in Hinsicht "somatische Intelligenz" stets die Ansätze der aus dem Lager der Rohköstler stammenden Instinctotherapie nach Guy Claude Burger, dessen Name aber in einer sachlichen Diskussion zu Ernährungsthemen heute ungern genannt wird, nachdem Burger wegen persönlicher Verstrickungen in Pädophilieskandale der 1970er-Jahre, als die "Sexuelle Befreiung" ihre Grenzen austestete, nach einhelliger Meinung inakzeptabel auffiel. Schade drum, ich finde seine Ernährungslehre hochinteressant und kann sein Buch zur Lektüre nur empfehlen, wenn ihr ein Exemplar im Antiquariat auftreiben könnt. Keine Sorge, es geht nur um Ernährung in seinem Buch und nicht um den anderen, perversen Kram.

Doch mal Hand auf's Herz: Die Realität wird in den meisten Fällen doch so aussehen, dass - insbesondere bei beseelten Veganern - kein Fitzelchen tierisches Produkt ins Haus kommt und das Kind von morgens bis abends mit veganen Hossianagesängen auf Linie gebracht wird. Ohne, dass es sich dagegen wehren kann. 

Ja, schon klar, die Eltern meinen es doch nur gut. Doch gut meinen ist meistens gleichbedeutend mit schlecht machen. Die größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte wurden von Gutmeinenden begangen, und die allergrößten Verbrecher an der Menschlichkeit rekrutierten sich nunmal aus dem Lager der vom Tierschutz beseelten Nationalsozialisten. Stimmt nicht? Dazu mehr HIER.  
Wie formulierte Klaus Alfs neulich so treffend in einem Essay auf der Website des Deutschen Arbeitgeberverbandes:
 
"Sie [die Veganer; R.B.] sind keineswegs die Avantgarde der Zivilisation, sondern Vorboten einer neuen Barbarei. Je mehr Menschen auf ihre Selbstinszenierung hereinfallen, desto schlimmer für die Gesellschaft."
  
Kinder vertrauen in den Ratschluß ihrer Eltern. Gerade in diesem Alter. Später werden sie merken, welch ausgemachte Dummköpfe in Ernährungsfragen ihnen das Schicksal als Eltern zugeteilt hat,  falls sie in einen veganene Haushalt hineingeboren wurden. Erstklassiger Dünger für schwierige Vater-/Mutter-Kind-Verhältnisse, wenn die Kinder flügge werden. Vegane Eltern kennen das ja meistens aus umgekehrter Erfahrung mit ihren omnivoren Eltern. Da tun sich bisweilen tiefe emotionale Gräben auf und Ernährungsfragen sind nur die nach außen projizierten wahren, tiefer liegenden Konflikte zwischen Eltern und Kind, die nicht offen angegangen werden. Psychotherapeuten verdienen mit den späteren Erwachsenen ihren Lebensunterhalt, wenn diese in der Mitte ihres Lebens angekommen, erkennen, dass mit Ernährung alleine eine verletzte Seele meistens nicht geheilt werden kann. Schon gar nicht mit einer Mangelernährung wie der veganen.

Weiter im Text der BZgA:

"Eine vegane, also streng vegetarische Kost nur aus pflanzlichen Lebensmitteln ist dagegen für Kinder ungeeignet und gilt sogar als gefährlich, da sie schwere Wachstumsstörungen zur Folge haben kann. Neben der Gefahr, dass ein Kind zu wenig Energie und Eiweiß erhält, ist oft auch die ausreichende Aufnahme insbesondere von Kalzium, Eisen, Jod, Vitamin D, B2 und B12 kritisch."
Das unterschreibe ich deshalb, weil es absolut korrekt ist und im Einklang mit dem Stand der Wissenschaft.  
Leider aber so nicht vollständig, denn für die Entwicklung des (zentralen) Nervensystems spielen die tierischen Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA eine nicht zu unterschätzende Rolle als Baustoffe.

Die Zufuhr pflanzlicher Omega-3-Quellen (Alpha-Linolensäure; z.B. in Lein- oder Hanföl) reicht hierzu in keinster Weise aus, da diese erst im Körper in DHA und EPA umgewandelt werden müssen, was aber leider im Fall von EPA nur in minimaler Umwandlungsausbeute von 5-10% geschieht und für DHA nach überwiegender Studienlage sogar so gut wie gar nicht. Ohne Eier von Hühnern, die mit alpha-linolenhaltigem Futter versorgt wurden ("Omega-3-Eier") wird das in einem Desaster enden, was ihr da empfehlt, liebe Bundesaufklärer!

Außerdem: Vegetarische Ernährung bringt nolens volens erschreckende Mengen an Omega-6-Fetten mit sich, und dies wiederum, führt bei mangelhafter Versorgung mit EPA und DHA, zu einem entzündungsfördernden Eicosanoidhaushalt. Wenn es nicht so zynisch klingen würde: Da können die zwangsvegetarisierten Kids mit Nuss- und Erdnussallergien beinahe schon froh sein, dass sie gegen das Zeug allergisch sind.... .
Die lakto-vegetabilen Kids sollten zur Versorgung mit EPA und DHA zusätzlich reichlich Butter von weidegefütterten Tieren bekommen. Milch lehne ich aus vielerlei Gründen ab, die ich hier nicht näher erläutern will und weiter oben bereits kurz angerissen habe.
Was mögen die allermeisten bayerischen Kleinkinder noch lieber als eine Breze? Richtig: eine dick mit Butter bestrichene - ach, was sag ich - mit Butter belegte Breze. Neulich sah ich ein Kind, das die Butter von der Breze lutschte und die Breze anschließend aus dem Kinderwagen warf.  So sieht somatische Intelligenz aus. Oder der gut zweijährige Zwerg, der neulich bei EDEKA an Olga auf dem Weg zur Wursttheke vorbeistolperte, laut und voller Begeisterung "Wurst! Wurst! Wurst!" quer durch den Laden plärrend, bis er am Ziel seiner Begierden angekommen, zur hellen Freude der Wurstfachverkäuferinnen, seine Händchen auf die Scheibe der Auslange patschte und auf die obligatorische Scheibe Gelbwurst wartete, die er so heiß und innig zu lieben scheint ... Mir ist nicht bange um den Nachwuchs, wenn ich so etwas sehe, manche Eltern sind das Problem.

Zum Abschluß ihrer Ratschläge schreiben die Bundesgesundheitsaufklärer:
"Wenn Sie dennoch eine vegane Ernährung für ihr Kind wählen, so sollten sie sich vorher dringend kinderärztlich beraten lassen."
Oberflächlich natürlich richtig, aber im Grunde falsch: Wenn Sie dennoch eine vegane Ernährung für ihr Kind wählen, dann sollte ihnen das Jugendamt zum Wohle des Kindes die Vormundschaft über ihr Kind entziehen.

Vom Mitspracherecht des Kindes, ist hier plötzlich nicht mehr die Rede. Wohl dem Wissen um die Realität geschuldet.

Es reicht schon, wenn sich zwei erwachsene Menschen aus eigenem Entschluß in einer derart unverantwortlichen Weise ernähren und die Gemeinschaft der Krankenversicherten die Zeche bezahlen müssen, die diese systematische Mangelernährung letztendlich mit sich bringen wird.

Das Wohl des Kindes muß m.E. aus Sicht staatlicher Fürsorgeverpflichtung, über den weltanschaulichen Hirnfürzen seiner Eltern stehen. Das unmündige Kind hat wie jedes Lebewesen ein Anrecht auf eine artgerechte Ernährung. Sollten die Eltern einem unmündigen Kind diese verweigern, dann ist das m.E. nichts anderes, als eine Spielart der Verwahrlosung und ein Fall für die Jugendämter.

Das ist auch eine Frage von Ethik und Moral, nicht nur das Konstrukt der "Tierrechte".
Was wäre in meinen Augen das geringste aller Übel? Wenn es schon unbedingt in Richtung "vegetarisch" gehen muss: Eine ovo-vegetarische Ernährung mit zumindest gelegentlichem Einbezug von (fettem) Fisch und rotem Fleisch, am besten Leber. 
Neuerdings nennt man diese Ernährungsform, die bereits der, von vegetarischen Ideen begeisterte, aber trotzdem vom VEBU geschmähte  "größte Feldherr aller Zeiten" praktizierte, Flexitarismus und preist sie bei der D.G.E. als den letzten Schrei an. Die D.G.E., die Vegetarierbewegung und ihre unaufgearbeiteten braunen Traditionen.  
Olgaaaaaa ... wo ist mein Schreikissen?

Aktualisiertes Re-Publish vom 14.04.2014

Zu diesem Thema empfehle ich ferner diesen Gastbeitrag zur Lektüre

Kommentare:

  1. Guten Morgen Robert.

    Der Artikel spricht mir aus der Seele und ich möchte ein, zwei Gedanken und „Alltagsimpressionen“ anbringen. Ich vermute, kurzfassen ist mir grade nicht möglich ... daher mehrere Teile oder Du findest evt. noch eine andere Form.
    I
    Grundlegend halte ich den Umgang mit der Kinder-Ernährung für ein Symptom. Den Kern des Übels vermute ich viel tiefer – dort wo es um menschliche Eigenverantwortung und Selbstvertrauen geht. Ein für mich wirklich schmerzhafter Stein des Anstoßes ist bspw. der Umgang mit „werdenden Müttern“. Es werden unzählige Hebel in Bewegung gesetzt, um den Frauen das Vertrauen in ihre natürliche Fähigkeit – ein Kind zu empfangen, auszutragen und zu gebären und danach zu versorgen – mindestens zu erschüttern, wenn nicht ganz auszuradieren. In erster Linie mit Negativbeispielen „es könnte x und y passieren, wenn Sie nicht …“. Es werden eimerweise worst case-Szenarien einer Geburt ausgeschüttet, das nagt natürlich irgendwann an dem natürlichen Vertrauen, das selbstverständlich durchleben zu können. Im Notfall auch allein, natürlich. Und frau wünscht sich einen Kaiserschnitt. Zuvor braucht es noch einen Elternführerschein, diverse andere Kurse und mindestens einen Meter pädagogische Lektüre an der Wand. (Sicherlich gibt es Menschen, die aus irgendwelchen Gründen ihren Nachwuchs wie sich selbst nicht gut behandeln. Aber soll das generell Maßstab sein? Dass wir alle prinzipiell so tun, als wären wir gerade nichtsahnend vom Himmel gefallen? Ist es sinnvoll, sich am „unteren Ende“ zu orientieren. In meinen Augen treibt man so die Ausrottung voran und das wäre denn auch gerechtfertigt.) Da reiht sich die Ernährung gut ein. Ab dem fünften Lebensmonat wird man regelmäßig beim Kinderarzt gefragt „Und, schon Gemüsebrei?“. Gleichzeitig landen fünf Broschüren über die Säuglingsernährung in der Tasche. Nimmt das Kind nicht nach der Norm zu, weil es gerade krabbeln lern und sich viel bewegt, umwölken Sorgen die ärztliche Stirn und ein „Na, er verhungert mir doch an der Brust!“ echot durch den Behandlungsraum. ZUFÜTTTERN! Und da ringen wir nicht um das Überleben eines knochigen Säuglings. Es geht nicht um das sichtbare, erlebbare Befinden – dann könnte man sehen, dem Kinde geht es gut, es ist sehr mobil. Nein, es geht um die Gewichtskurve, um die Norm. Durch solcherlei Verhalten bekommt das Stillen den Anstrich einer minderwertigen Ernährung, die bei der kleinsten Abweichung substituiert, wenn nicht gar ersetzt werden muss. Das ganze Gegenteil ist der Fall.

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  2. II
    Es gibt detaillierte Anleitungen zum Übergang vom Stillen zur Breikost – mit Zeitangaben, wann das passieren soll. Es gibt kein Vertrauen in die Kinder, dass sie das nach ihrem Bedürfnis selbst regeln könnten(das mangelnde Vertrauen in die Fähigkeiten der Kinder halte ich für ein Grundproblem). Jeglicher Widerstand kann aufgrund der körperlichen Überlegenheit gebrochen werden. Bis die Kleinen sich ergeben und schön sitzen, die Münder aufsperren und schlucken, was auch immer hineingestopft wird. Auf das Ausspucken und Sprudeln reagieren die Eltern, indem sie die nähere Umgebung mit abwischbaren Tischdecken auskleiden. Denn der Gemüsebrei ist gesund, steht da. Und das Sprudeln ist in dem Alter normal, steht da. Dass es dem Kinde nicht schmeckt, kann nicht sein, denn das steht da nicht. Außerdem isses gesund, das steht da wieder … Ich schweife ab.
    Ich habe das Glück zweier Beobachtungsobjekte zu diesem Thema. Lässt man Kinder machen, dann kann das so aussehen: meine Tochter (10 Monate) nimmt sich etwa ein Stück Fleisch, befühlt es, quetscht es ein bisschen, dann kommt ihre kleine Zunge und fühlt dran und erst dann landet es in ihrem Mund. Heiße Sachen lässt sie liegen, bis sie kälter sind. Sie stopft sie sich nicht in den Mund, um sich Brandwunden zu holen! Niemals lässt sie sich einen, mit irgendwas befüllten Löffel einfach so in den Mund schieben! Generell lässt sie sich nix in den Mund schieben, mit Ausnahme von Dingen, die aus meinem Mund kommen. Bei Vorgekautem ist die Vorsicht nicht ganz so ausgeprägt. Das halte ich für ein absolut natürliches Verhalten. Man stelle sich vor, man selbst betritt als Gast das Haus und plötzlich steht der Gastgeber mit dem befüllten Vorlegelöffel da und rammt einen den, jede Gegenwehr ignorierend in den Mund. Dafür ist keinerlei Toleranz vorgesehen, für jede Handgreiflichkeit an der Stelle gäbe es das Notwehrverständnis. Warum scheint es überhaupt so wichtig zu sein, kleinen Kindern immer etwas in die Schnuten schieben zu wollen!?
    Das erste, was meine beide Kinder wirklich aßen, war Fleisch, Fisch und Blut- und Leberwurst. Und nicht, weil ich das vorgemacht habe – ich selbst esse aufgrund meiner DDR-Schulgulasch-Erfahrungen recht wenig Fleisch. Es ist recht einfach, den Hinweisen der Kleinen zu folgen. Spätestens wenn sie sprechen können, werden sie die Frage nach „Was möchtest Du essen?“ für jeden verständlich beantworten können. Und wenn man die Antwort „Bratwurst.“ zum Frühstück abtut, weil „kein richtiges Frühstück“, muss man sich im Klaren darüber sein, dass solch ein Verhalten das Gefühl der Kinder für ihren Körper und ihre Bedürfnisse kaputt macht. Ich hatte früher eine Essstörung, an der ich fast zugrunde ging. Ich kann versichern, dass es hundeschwer bis unmöglich ist, dieses Gefühl wiederzubekommen. Und man sollte versuchen, die Frage nach dem „Ja, warum eigentlich keine Bratwurst?“ ehrlich zu beantworten. „Das macht man halt nicht.“ ist für mich kein Argument. „Ich esse kein Fleisch.“ ist so sinnvoll wie „Mach Deine Jacke zu, mir ist kalt.“ Und sich ohne triftigen Grund über die Bedürfnisse eines anderen – egal welchen Alters – hinwegzusetzen, halte ich nicht für vertretbar.

    Beste Grüße,
    Franziska

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    1. Liebe Franziska - da hast Du Deiner Seele aber in beeindruckender Weise Luft verschafft! Wenn Du Lust darauf hättest, Deine Gedanken in noch ausführlicher Form und an exponierterer Stelle einer mit Sicherheit dankbaren und aufnahmebereiten Öffentlichkeit als Gedankenanstoß zur präsentieren, so lade ich Dich gerne ein, einen Gastbeitrag für meinen Blog zu schreiben. Falls Du Interesse hast, meine eMail-Adresse findest Du im Impressum.

      LG Robert

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    2. Dafür mach ich gerne Nachtschichten!

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    3. Prima! Nimm Dir so viel Zeit, wie Du brauchst - das Weitere tauschen wir via eMail aus. OK?

      LG Robert

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    4. Ja, das machen wir so ... jetzt halten wir erst mal die Köpfe in den Wind!
      Ich melde mich.

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  3. Interessant wäre auch mal ein Artikel zur Babyernährung... man liest ja immer ab den 7. Monat Getreidebreie einführen... auch auf paleokonformen Seiten, damit sich der Körper abhärten kann... bzw. Kartoffel-Fleisch-Breie sind ja auch die Klassiker...

    Schon mal in diese Richtung recherchiert?

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    1. Ehrlich gesagt noch nicht intensiver. Jedenfalls noch nicht annähernd intensiv genug, wie ich das nach meinen eigenen Ansprüchen für nötig halte, bevor ich mich an einen Artikel wage. Die beiden Kommentare von Franziska gehen aber durchaus zumindest in diese Richtung.
      Dass es Sinn mancht Kleinkinde rmit Kartoffeln, Getreide und anderem neolithischen junk zu ernähren halte ich schon vom Gefühl eher für fragwürdig. Natürlich kontrastiert das aber mit der Forderung, dem Kind die gesamte Palette pflanzliche rund tierischer Nahrungsmittel grundsätzlich anzubieten. Bei manchem Junkffod wie gezuckerten Limonaden werden wor aber wohl alle das Gefühl haben, uns vergaloppiert zu haben. Ein spannendes und anspruchsvolles Thema - wie gesagt, ich trau mir keinen gefestigten Standpunkt dazu zu, zmal ich keine Kinder habe und mir so auch die eigene Erfahrung fehlt, die Eltern haben.

      Für kompetente Gastbeiträge in dieser Richtung bin ich daher jederzeit offen.

      LG Robert

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    2. Was ich diesbezüglich anbieten kann, sind meine Erfahrungen über gut zehn Jahre und entsprechende Reflektion darüber. Und weil mich das ganze Thema "Kinder und Essen" im Moment wirklich auf die Palme bringt, bin ich nun auch unter die Blogger speziell zu diesem Schwerpunkt gegangen ... Eventuell und hoffentlich sammelt sich dort ein bisschen was und Roberts Einladung würde ich mit seinem Einverständnis auf fruehstuecksbratwurst.blockspot.de ausweiten.

      Herzlich,
      Franziska.

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  4. Zum Thema passender Zeitungsartikel vom Tage:
    http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article126918585/Was-Eltern-tun-muessen-damit-Kinder-nicht-nur-Spaghetti-essen.html

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  5. Sehr schön erklärt Franziska hoffe auch dass da noch ein schöner Beitrag dabei rauskommt. Und Kompliment an Hr. Bock, liest sich immer wieder mit Freude.
    In Zusammenhang mit der Kinderernährung würde mich noch interessieren, vl an Franziska gerichtet, wie man es am besten hält damit die Kinder an Gemüse heranzuführen und zu gewöhnen? So schön es auch sein mag das Beispiel mit der Bratwurst (welches ja auch ein tlw. stark verarbeitetes Lebensmittel ist mit Zusätzen), sollte man ja hier auch sehr viel Gemüse in die Ernährung integrieren. Ab wann hast du das gemacht und wie bekommt man das am einfachsten hin? Viele Kinder weigern sich ja wie man so hört an was das auch liegen mag. Wäre nett wenn du mir antwortest. Danke.
    LG

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  6. Deine Frage impliziert, dass Du den Kindern etwas unterjubeln wölltest. Und Du scheinst prinzipielle Ablehnung zu erwarten. Von beiden Dingen würde ich mich verabschieden :D das entspannt. Und den so entstandenen Raum mit Vertrauen füllen, dass der Nachwuchs das schon machen wird, wenn er ausreichend Gelegenheit hat. Die Bedingungen sind leider nicht so optimal, Kita- und Schulessen sind meist eher für die Abgewöhnung geeignet. Deshalb ein paar unterstützende Gedanken für Dich und mich und alle anderen.
    Betrachte mal den Gedanken, dass Ernährung von Kindern genauso wenig eine statische Sache ist, wie Deine eigene. Sie folgt einem Bedürfnis. Oft wird aus dem Umstand, dass das Töchterchen heute den Blumenkohl gern gegessen hat geschlussfolgert, dass sie ihn nun immer mit Freude futtern wird. Das ist nicht so. Im Umkehrschluss bedeutet eine aktuelle Ablehnung eines Lebensmittels keine generelle. Kein Nahrungsmittel ist für jeden zu jeder Zeit zuträglich. Andernfalls wären wir eine Horde Klone. Es gibt auch ganz simple biologische Hintergründe, warum Kinder bestimmte Gemüse ablehnen. Udo Pollmer kann ich aufklärerisch sehr empfehlen (Interview von Ch. Düblin, Xecutives.net, Seite 3). Also ist hier eher nachfragen und beobachten angezeigt. Und mit diesem Wissen verbieten sich alle Überredungsversuche strikt. Zumal sie nur zur Folge haben, dass die Kinder den Tag herbeisehnen, an dem sie über ihre Nahrung selbst bestimmen werden. Und was da dann für lange Zeit nicht mehr dabei sein wird, ist nicht schwer zu erraten. Ich habe einen Bekannten, welcher bis zum 12. Lebensjahr vegetarisch leben musste (weil der Fleischverzehr die Fleischeslust wecke …). Er isst seither überhaupt kein Obst oder Gemüse mehr. Nix.
    Nimm die Kinder mit zum Einkaufen, lass sie auswählen, worauf sie Appetit haben, pflanze mit ihnen gemeinsam Gemüse und Obst an – und wenn es mangels Garten nur Kräuter und Kapuzinerkresse sind, kocht zusammen. Schaffe eine Verbindung zum Essen. Auch kleine Kinder können Gemüse waschen, schnippeln, in einen Topf werfen oder Gewürze unterrühren. Klingt ein bisschen wie im Fernsehen aber an der Stelle kann ich das unterschreiben. Gerade das Zubereiten vom eigenen Essen bewirkt bei Kindern viel.
    Dann – immer wieder hergebetet: selbst lecker kochen!
    Wir sind ziemliche Puristen und ich halte das gerade für die Zeit, in der Kinder beginnen zu essen auch für wichtig. Den Zeitpunkt bestimmt jedes Kind selbst. Püriert habe ich noch nie, ich halte es für selbstverständlich, dass Kinder das essen, was sie zu dem Zeitpunkt essen können.
    Es gibt – abschließend als Zuversichts-Drops – Experimente, die sind schon bald 100 Jahre alt und werden gern zitiert. Dabei konnten sich kleine Kinder völlig frei selbst ernähren und das bekannteste Zitat beleuchtet das Kind mit Rachitis, welches bis zur Ausheilung regelmäßig zum Lebertran griff. Zusammengefasst in Pollmers Buch „Esst endlich normal!“ ((S. 113, 114) dort findet sich auch der Originalquellenverweis).

    Grüße von Franziska.

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  7. Danke Franziska. Ich habe zwar selbst (noch) keine Kinder aber das hat mich interessiert. Man kann ja nie genug wissen :-) Und du denkst dass Kinder die früh an die Nahrungsmittel herangeführt werden auch im Supermarkt instinktiv an den vermeintlichen Versuchungen vorüber gehen, wenn man sie nicht etwas leitet? Deine Ansätze werde ich mir auf jeden Fall merken. Lg Christoph

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  8. Hey Christoph,

    nur kurz damit wir oder dann doch ich nicht den Bildschirm sprenge: Es kommt weniger auf den Zeitpunkt an, an dem die Kinder beginnen, sich für Essen zu interessieren als um die Zeit, die sie haben sollten, sich damit unbehelligt zu beschäftigen.
    Wenn sich mein Sohn etwas in den Einkaufswagen legt, dann handelt es sich meist um spezielles Obst und Gemüse, Fleisch, Fisch und Delikatessen wie Muscheln, Hasenrücken, Hummer ect.. Und Süßigkeiten ...
    Um die Auseinandersetzung mit dem Süßkram kommst Du nicht vorbei, wenn Du nicht völlig abgeschottet leben willst. Kita, Schule, Großeltern, Geburtstage, Weihnachten ect.. Aber ich habe beobachtet, dass meine Kinder nicht maßlos Zucker essen, auch wenn sie recht freien Zugang dazu haben. Wir regeln dass über die Menge, die wir überhaupt daheim haben und darüber, dass ich tagsüber nie etwas mitgebe. Und ich sehe es auch nicht als massives Problem, wenn wir mal ein Eis essen gehen. Information in Kombination mit Selbst-testen hat bei uns bisher sehr gut funktioniert - besser als jedes "Nein Schneck, das ist ein total künstlicher Joghurt, was Dir dort in der Werbung gezeigt wird, ist schlicht gelogen." Besser und eindrücklicher ist "Koste mal!" ... Wir hatten wunderbare Gespräche über die "besorgliche Lügnerei" der Werbung!

    Wie schon angedeutet - ich habe mich jetzt festgebissen und lasse von mir hören.
    Grüße,
    Franziska.

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  9. Dieser Artikel spricht mir ebenfalls aus der Seele. Ich denke, dass auch mit dem Vegetarismus (nicht nur mit dem Veganismus) oft zu unkritisch umgegangen wird, besonders wenn es um Kinder geht.

    Man kann dabei z.B. viele Fehler machen. Ich habe schon oft Vegetarier getroffen, die Fleisch einfach mit Gemüse ersetzten, und das für eine gute Idee hielten. Gemüse kann aber kein Fleisch ersetzen, letzteres hat einen ganz anderen Nährstoffgehalt, z.B. was Eiweiß betrifft. Worauf man bei der Eiweißversorgung achten muss (Tagesbedarf abdecken, und zwar inclusive aller essentiellen Aminosäuren) wissen ebenfalls viele nicht. Bei einer vegetarischen Ernährung muss man sich da durchaus mehr Gedanken machen. Ein Glas Milch z.B. hat gerade mal um die 7 g Eiweiß. Wenn man also seinen Eiweißbedarf vorwiegend aus Eiern und Milchprodukten decken möchte, sollte man sich schon ein paar Gedanken machen. Wenn ich daran denke, dass Kinder noch im Wachstum sind, und daher eine besonders gute Nährstoffversorgung bräuchten, stehen mir die Haare zu Berge.
    Auf ihre Jodversorgung sollten Vegetarier und Veganer ebenfalls achten. Viele wissen das ebenfalls nicht.

    Ansonsten denke ich auch, dass Kinder das gesamte Nahrungsspektrum des Menschen kennenlernen sollten, um dann selbst entscheiden zu können, was sie essen wollen. Ich denke, dass eine Zwangsvegetarisierung bzw. Zwangsveganisierung unnatürlich ist

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  10. es gibt übrigens schon einen ganz interessanten artikel zu einer alternativen säuglingsnahrung auf einem anderen blog, falls es wen interessiert: http://meinegeburt.blog.de/2012/10/10/babys-erster-brei-15020757/

    und natürlich weiter so mit den interessanten artikeln hier. :)

    lg

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    1. "Alleingeburt"? Angesichts der den Hebammenstand betreffenden Versicherungsproblematik wohl bald die Realität ;)

      Ich bin ansonsten ja kein Freund von "Spam", aber abgespaceten Leuten und ihren Ideen stehe ich immer wohlwollend gegenüber ;) Drum lass ich den Link mal so stehen. Inhaltlich traue ich mir kein Urteil zu und weise auch jegliche Mitverantwortung für etwaige Risiken und Nebenwirkung des Befolgens der dortigen Tipps von mir.

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  11. Ich hatte eben beim lesen Eurer Texte `mal wieder einen dieser Momente, in dem die Antwort auf die "Frage des Lebens" glasklar vor mir stand und sich die Frage vordrängelte: Es ist im Grunde doch alles so einfach. Klar und offensichtlich. Warum lässt "man" uns nicht einfach in Ruhe (und) unser Ding machen? Warum gibt es immer wieder Menschen, D.ie G.erne E.rmahnen und uns sagen wollen, was richtig ist und vor allem, was wir deren Meinung nach alles falsch machen.
    Und das gilt für alles in unserem Leben, für das wir doch am Ende selber verantwortlich sind. Denn diese Verantwortung übernehmen diese "ich hab es doch nur gut gemeint"-Schlauberger am Ende dann lieber doch nicht. Wenn jeder bei sich selber bleibt, haben alle genug zu tun! Sackzementnochmal...

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    1. +1 !

      Letztlich geht es m.E. nicht selten darum, den Menschen ihre Lebensführungskompetenz auszureden, so dass sie sich ohne einen "Coach" für jeden Blödsinn nicht einmal mehr ihre Schnürsenkel zu binden getrauen.

      Das sind mitunter auch Folgen der Abwanderung produktiver Arbeitsprozesse in Niedriglohnländer und in der Folge der Zwang zur Erfindung sinn- und zweckfreier Dienstleistungs-, Beratungs- und Coachingberufe, um Arbeitslosigkeit zu verhindern. Am Ende coacht dann der "Schnürsenkelbindecoach" die nette Dame vom 37. Nagestudio in der Kleinstadt, der wiederum nach Feierabend von seinem Personal-Trainer in die korrekte Körperhaltung beim Aufrichten nach dem Schnürsenkelbinden eingewiesen wird. Und unser BIP wächst und wächst und wir reden uns ein, es ginge uns so gut wie nie zuvor.

      Gruß Robert

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    2. Stichwort Lebensführungskompetenz: genau so sieht es aus. Aber es gehören immer zwei dazu, einer, der es jemandem ausredet und einer, der es sich ausreden lässt. Leider fallen m.E. zu viele auf diese scheinbar bequeme Verlockung herein und geben nur zu gerne die Verantwortung für ihr Denken und Handeln an andere ab. Um dann am Ende, wenn dieses Kartenhaus zusammengefallen (oder das 37. Nagelstudio völlig überraschend pleite gegangen ist und diese Menschen ihr letztes Geld darin versenkt haben), voller Selbstmitleid eben diesen "Beratern" die Schuld dafür zu geben. Das zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche unseres Lebens; der gesunde Menschenverstand scheint immer öfter unter die Räder zu kommen...

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    3. Ich finde es sehr wichtig, auf Risiken hinzuweisen, gerade wenn es um Kinder geht. Was wissen wir denn schon über mögliche Langzeitfolgen? Wie viele Menschen haben sich denn von Geburt an ihr ganzes Leben lang vegan ernährt?
      Man darf nie vergessen, dass es hier kaum Erfahrung damit gibt. Es gibt Berichte von Menschen, die diese Ernährung aus gesundheitlichen Gründen wieder aufgegeben haben.

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    4. Und das in großer Zahl. Z.B. der von Barbara
      http://pinkpoisononpaleo.blogspot.de/2014/04/gastbeitrag-vegane-erfahrungen.html

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