Dienstag, 14. Juli 2015

Rezept-Tipp: Loup de Mer, "gebauchpinselt"

(R.Bock)
Eigentlich wollte ich ja gestern beim "Fischhändler meines Vertrauens" eine schöne Forelle kaufen, aber wider Erwarten waren die ausverkauft. Was also tun?
"Wie wäre es mit einem Loup de Mer - auch als Wolfsbarsch bekannt?" fragte er mich - "Wolf klingt prima, klingt nach Paleo. Also her mit dem elegant-stromlinienförmigen Fisch". Mein Fischhändler lächelte nur verschmitzt. Er kennt meinen Spleen... .
Mein erster Loup de Mer. Den wollte ich nicht wie eine gemeine Forelle behandeln. Womöglich würde er mir das übel nehmen. Scharf nachdenken, Robert - was würde ihm schmeicheln? Ich beschloss, dass es nicht verkehrt sein könne, dem Loup de Mer "den Bauch ein wenig zu pinseln"... und so entstand die Idee zu diesem Fischrezept. Ich hoffe, Ihr habt Freude dran.
von Robert Bock


Zutaten (für 2 Personen):
  • 2 Loup de Mer (Wolfsbarsche) von ähnlicher Größe wegen der Garzeit, ausgenommen und geschuppt.
  • 2 Knoblauchzehen
  • einige Thymianzweige
  • 2 Zweige Salbeiblätter
  • 1 EL Tafelmeerettich aus dem Glas in Bioqualität (oder frisch geriebener Kren)
  • 1/2 TL Honig
  • Saft einer halben Zitrone
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Olivenöl (z.B. das feine Spyridoula' 100% von der Peloponnes)
(R.Bock)
(R.Bock)

Los gehts:
  1. Backofen auf 150 Grad Umluft vorheizen
  2. Die Fische unter fliessendem kalten Wasser innen und außen gut reinigen und mit Küchenpapier trockentupfen.
  3. Fische mit reichlich Zitronensaft in der Bauchhöhle einreiben
  4. Mit einem kleinen Mixer (oder mit einem Pürrierstab oder im Mörser) aus Meerettich, Knoblauch, Honig, Salz, Pfeffer, einem Spritzer Zitronensaft sowie einem guten Schuß Olivenöl eine sämige Sauce anrühren.
  5. Die Sauce großzügig in der Bauchhöhle der Fische verteilen und mit den Fingern einmassieren. Einen kleinen Rest aufheben.
  6. Abschließend je ein paar Zweige Thymian und einen Zweig Salbei in die Bauchhöhle jedes Fisches legen.
  7. Fische auf ein mit Backpapier oder mit Öl bepinselter Alufolie belegtes Backblech legen. Die Oberseite der Fische mit den Resten der Sauce oder ein wenig Olivenöl dünn bepinseln, leicht salzen und pfeffern.
  8. Für ca. 25-30 Minuten in den Ofen (Die Garzeit richtet sich nach der Größe des Fisches. Wenn man die Rückenflossen ohne Anstrengung rausziehen kann, ist er gar. Auch das Gelieren der Augen dient als Anhaltspunkt. Meine Fische waren etwa 25 cm lang, es gibt aber auch Loup de Mers bis 45 cm)

Dazu passt ein grüner Salat der Saison (bei uns gabs dazu Portulak-Salat mit Meerettich-Dressing) und ein trockener Weißwein in Richtung Sauvignon Blanc, Chardonnay oder auch ein fränkisch-trockener Silvaner aus Iphofen oder Rödlsee.

Variation: Statt Thymian und Salbei kann man selbstverständlich auch andere Kräuer, die frisch verfügbar sind verwenden. Gut vorstellen könnte ich mir einen Zweig Dill oder auch Petersilie, die man ganzjährig in guter Qualität bekommt. Selbstverständlich könnt Ihr das Rezept auch mit anderen Fischen, z.B. einer Forelle, einem Saibling, einer Dorade oder Makrele umsetzen. Beachtet bei der Wahl der Fische auch die jeweils aktuellen Nachhaltigkeitsempfehlungen z.B. von Greenpeace.

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