Samstag, 27. Juni 2015

Topfgucker: Hähnchen-Curry "Meen-Molee-Style"

Bock auf eine meiner asiatisch angehauchten, spontan aus dem Ärmel geschüttelten Eigenkompositionen? Na dann versuchen wir mal "Meen Molee mal anders" ...
Meen Molee ist an sich ein Fisch-Curry das sich in Kerala (Indien) und Malaysia großer Beliebtheit erfreut. Was mit Fisch gut schmeckt, kann mit Hähnchen an sich nicht schlecht schmecken - so zumindest mein Augen-zu-und-durch-Ansatz und deshalb ran an den schweren gusseisernen Topf ...
von Robert Bock



  1. In den Mörser kommen für die Meen-Molee-Gewürzmischung Zwiebel, Knoblauch, Chili-Chipotle grün (*), Senf, Ingwer, Knoblauch und Curryblätter. Ordentlich durchmörsern und mit etwas Fischsauce (*) und Limettensaft sowie nativem Kokosöl zu einer sämigen Paste verarbeiten.
  2. Hähnchenbrust und Rumfort-Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden - Rumfort?!: Was rumliegt und fort muss ... in meinem Fall diesmal die Restbestände an: Mairübchen, Zucchini, Fenchel, Stangensellerie, Champignons, Karotten.
  3. Kokosöl bis kurz unter den Rauchpunkt erhitzen und die Hähnchenstücke scharf anbraten. Meen-Molle-Currypaste zugeben und gut durchrühren.
  4. Gemüse in Reihenfolge der Gardauer zugeben und durchrühren.
  5. Ein Schuss Weißwein (Rumfort ;-) ) dazu, Deckel drauf und 25 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen.
  6. Eine Dose Kokosmilch (ohne Zusatzstoffe - Etikett lesen!) dazu geben und erhitzen, aber nicht mehr zum Kochen bringen.
  7. Das Auge isst mit: Ein paar Rumfort-San Marzano-Tomaten vierteln und (*) zugeben - nicht mehr kochen, nur Wärme nehmen lassen - ein paar Blätter Minze (alternativ frischer Koriander) streifig schneiden und darüberstreuen, etwas javaianischen Kubebenpfeffer aus der Mühle drüber (geiles Eukalyptusaroma!) - Hasta la vista, Baby.


Dazu gabs als "Traubensaftferment" die - meines Erachtens - ultimative Begleitung asiatischer Gerichte: Eine Rieslaner Spätlese

Konkret in diesem Fall: Eine trockene Rieslaner Spätlese vom Weingut Meintzinger in Frickenhausen a. Main von der Lage Frickenhäuser Fischer von 2013, die Olga neulich von einer kurzen (W)einkaufsexkursion nach Franken mitgebracht hat. Man kann das Mädel inzwischen bedenkenlos alleine zum Winzer schicken ... Respekt! 

Was für ein geiler Wein, der seine 12,50 EUR/0,75l ohne Diskussion wert ist! Wunderbar harmonisches Spiel von reifen Aprikosen, Holunderblüten, Eisbonbon und frischer, spätlesetypisch aber nicht zu knackiger Säure, die der Riesling als einer der beiden Kreuzungseltern des Rieslaners neben dem Silvaner beisteuert.

(*) = bedingt paleokonforme Zutaten; Straight-Edger lassen diese weg.

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