Dienstag, 23. Juni 2015

Topfgucker: Fränkisch-mediterranes lauwarmes Kohlrabi-Gemüse

von Robert Bock
In Franken würzt man gerne deftig, zum Beispiel mit Majoran, Zwiebeln, Schnittlauch und viel Kümmel. Gewürze, die dem Kohlrabi ziemlich gut stehen, wie ich finde. Und paart man dann diese fränkische Grundrichtung mit etwas mediterranem Kick in Form von Zitronensaft und feinem griechischen Olivenöl, vielleicht noch etwas Chilli, dann wird daraus ein ziemlich interessantes Gemüsegericht, das eine schöne, gegen den Strich gebürstete Beilage zu heimischen, traditionell hergestellten Wurstwaren wie Fränkischen Bratwürsten, aber auch zu kurzgebratenem Fleisch und heimischen Fischen vom Grill oder einem gebackenen Karpfen darstellt.

Aus Kohlrabi etwas zu machen, was einen nicht umgehend zum Gähnen bringt, ist - wenigstens für mich - eine Herausforderung. Ob mir ein Wurf mit diesem Gemüse gelungen ist, müßt Ihr entscheiden.

  • 2-3 Kohlrabi (je nach Größe) schälen,vierteln und in dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Kohlrabiblätter waschen, Stiele klein- und die Blätter streifig schneiden.
  • In einer Pfanne oder Sauteuse etwas Butterschmalz oder Ghee (bedingt paleo, da Milchprodukt aber lediglich reines Butterfett) erhitzen und reichlich grob gemahlenen Kümmel aus der Mühle zugeben. Kohlrabischeiben und Stiele dazu und darin scharf anbraten.
  • Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und den weißen Anteil zugeben. Saft einer halben Zitrone, Salz, Pfeffer aus der Mühle und 1 TL getrockneten (falls verfügbar reichlich frischen) Majoran zugeben, durchrühren, Deckel drauf und bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten garen.
  • Saft einer weiteren halben Zitrone dazugeben und vom Herd nehmen. Das Grün der Frühlingszwiebeln zugeben, Schnittlauchröllchen unterziehen und einen kräftigen Schuß Eures feinsten Olivenöles dazu. Ich verwende für solche Zwecke stets das ausgezeichnete, feinfruchtige Spyridoulas 100% Extra Vergin Greek Olive Oil, das ich mir bei meiner Bekannten Spyridoula in Thalmassing bei Regensburg besorge. 
  • Wer mag, kann auch noch ein wenig Chilli zugeben, das ist allerdings nur bedingt paleokonform, da es sich um die Frucht eines Nachtschattengewächses handelt. "Straight Edger" lassen diese Zutat weg.
Ein "Traubensaftferment" dazu? Selbstverständlich und - wenn schon, denn schon - einen Silvaner, Kerner oder Müller-Thurgau aus Mainfranken. Die Details hängen von der gewählten Beilage zum Gemüse ab.

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