Donnerstag, 7. Mai 2015

Vegetarier riskieren kaputte Zähne

Am 18. März 2015 publizierte das European Journal of Clinical Nutrition eine klinische Studie der Uni Hannover, die den Zusammenhang zwischen vegetarischer bzw. omnivorer Ernährung und dem Risiko der Enstehung von Karies und Erosion des Zahnschmelzes thematisiert.

Die Studie bestätigt auf Basis moderner Methodik was aus dem Übergang von Alt-auf Jungsteinzeit aus Skelettfunden bekannt ist: Ausgeprägt pflanzenreiche, insbesondere vegetarische Ernährung erhöht das Riskio von Karies und Zahnerosion und während sich Karies mittels Fluoridbehandlung limitieren läßt, ist das für die Zahnerosion nicht möglich.
von Robert Bock


European Journal of Clinical Nutrition advance online publication 18 March 2015; doi: 10.1038/ejcn.2015.20
Influence of fruit consumption and fluoride application on the prevalence of caries and erosion in vegetarians—a controlled clinical trial

I Staufenbiel, K Adam, A Deac, W Geurtsen and H Günay

Das Abstract der Studie:
"Background/Objectives: Caries and erosion are common diseases of the dental hard tissues. The influence of vegetarianism on the development of caries and erosion has scarcely been investigated in the past. The aim of the present study was to evaluate the influence of fruit consumption and topical fluoride application on the prevalence of caries and erosion in vegetarians.

Subjects/Methods: In 100 vegetarians and 100 nonvegetarians, a dental examination was performed. The indices for decayed, missing, filled teeth (DMFT) and surfaces (DMFS) were determined. DMFT and DMFS were subdivided into decayed teeth (DT), filled teeth (FT), decayed surfaces (DS) and filled surfaces (FS). In addition, the hygiene index and the number of teeth with dental erosion (DE), root caries (RC) and overhanging restoration margins (ORM) were recorded. A questionnaire assessed patients’ eating habits, frequency of oral hygiene, dentist visits and topical fluoride application. For statistical analysis, unpaired t-test, Mann–Whitney test and Pearson’s chi-square test were applied.

Results: Vegetarians had significantly more DT (P<0.001), DS (P<0.001), more teeth with DE (P=0.026), RC (P=0.002) and ORM (P<0.001) than nonvegetarians. Daily consumption of fruits was significantly more prevalent (P<0.001), and topical fluoride application was less prevalent (P<0.001) in vegetarians compared with nonvegetarians. In particular, fluoride-containing toothpaste (P<0.001) and table salt (P=0.039) were less frequently used in vegetarians.

Conclusion: The presented data suggest that vegetarians have an increased risk for caries and erosion. Topical fluoride application was shown to be effective in preventing caries, but not in preventing erosion."

Mein Fazit: Ein weiterer Baustein im Nachweisgebäude, dass Vegetarismus, insbesondere Veganismus der Gesundheit schadet. Vegetarische Ernährung stellt ein Risiko für die Zahngesundheit dar und wer sich schon nicht artgerecht (omnivor paläolithisch) ernähren will, sollte entsprechende Prophylaxe betreiben.

Kommentare:

  1. Lol was für ein Blödsinn.... jede Art von Ernährung schadet potentiell die Zähne. Erosion ist ein ganz natürlicher Vorgang. Im Paleo isst man genauso Gemüse&Obst wie Eier. Du scheinst wohl jeder Studie blind zu glauben statt sie mal kritisch zu betrachten. Für mich liest sie sich eher nach Werbung für Flouridhaltige Zahnpasta. Der Urmensch lebte damals keine 80 Jahre sondern maximal 30 bis 40. Deswegen ist es heute wichtig Prophylaxe zu treiben. Außerdem: Geht aus der Studie zb. hervor welche Qualität die Nahrungsmittel haben? Ob sie Pestizidverseucht waren zb.? Ob sie vorher abgewaschen worden sind? Wie siehts mit der Qualität der Eier aus? Zum Vegetarismus gehören übrigens auch Milchprodukte womit die Studie für Paleo garkeine Relevanz haben dürfte. Das ist für die Gesundheit der Zähne und des Zahnfleisches viel entscheidender. Was für Pflegeprodukte haben die Personen benutzt? Was haben sie in der Zeit getrunken? Bei Supermarktgetränken oder recht kalkhaltigem Wasser muss man sich nicht wundern...Von Veganismus ist auch nirgendwo die Rede. Du verdrehst hier vollkommen die Tatsachen und machst es dir echt einfach... ist für jeden selbstdenkenden Menschen ja kaum auszuhalten. Sry wenn ich das so sagen muss aber genauso arbeitet auch die Bild.

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    1. Wow...was für eine Anhäufung von Blödsinn (ich passe mich deinem Ton an, wenns genehm ist....) Im Unterschied zu Dir lese ich genau und verstehe solche Studien:

      1) Es handelt sich um eine klinische Studie in der die Zahngesundheit von Vegetariern und Nichtvegetarier relativ zueinander untersucht wurde. Keine der bei Vegetariern so beliebten epidemiologischen Studien in denen Korrelation als Kausalität interpretiert wird. Die Vegetarier wiesen relativ zu den Nichtvegetariern SIGNIFIKANT mehr Karies und Zahnerosion auf. Diesen Fakt sollte man so zunächst einfach mal akzeptieren.

      2) Die statistische Lebenserwartung in der Altsteinzeit war aufgrund drastisch höherer Säuglings- und Kindersterblichkeit in dem von dir genannten Bereich. Erreichte ein Mensch das reproduktionsfähge Alter war die Lebenserwartung so hoch, wie sie erst Mitte des 20. Jahrhunderts in den Industrienationen wieder erreicht wurde. In der Jungsteinzeit sank sie dramatisch ab so wie auch Körpergröße und der allgemeine Gesundheitszustand (z.B. Knochen, Muskulatur, ( erkennbar an den Sehnenansätzen am Knochen), Zähne). Die omivoren Altsteinzeitler kannten im Gegensatz zu den pflanzenlastig sich ernährenden Jungsteinzeitlern Karies und Zahnerosion so gut wie gar nicht.

      3) Zum Vegetarismus gehören übrigens keineswegs in jeder Spielart Milchprodukte - sondern lediglich in ovo-lakto, oder lakto-Varianten. Nicht z.B. bei Veganern und Frutariern. Was der Konsum von Milchprodukten allerdings unmittelbar mit der Zahngesundheit zu tun haben soll, das verstehst wohl nur du. Wenn du auf Ca anspielst, so hast du leider einen überholten Wissensstand von vor 30 Jahren, denn das Ca aus Milchprodukten kommt bei Konsum von Getreiden und anderen hoch phytathaltigen Nahrungsmitteln, wie sie bei Vegetariern üblich sind (Hülsenfrüchte, Nüsse) gar nicht erst im Blut an, sondern wird als Chelat über den Stuhl ausgeschieden. Die Menschheit hat bis vor 8000 Jahren keine Milchprodukte (Ausnahme: Muttermilch) konsumiert und kennt Karies erst, seit es Milchprodukte (und Getreidekonsum) gibt. Blöde Sache, oder?

      4) Aus diversen anderen Studien ist bekannt, dass Vegetarier bemüht sind, einen generell gesünderen Lebensstil an den Tag zu legen, als "normale" Menschen. Das wird übrigens auch als der tatsächliche Grund gesehen, warum manche Vegetarier recht gesund scheinen und nicht di pflanzliche Ernährung: Sie rauchen seltener, machen mehr Sport, essen wenige Indurstriejunk, saufen wenierg Alkohol usw. Zum Bemühen um eine gesunde Lebensführung dürfte m.E wohl auch das Thema Mundhygiene zählen. Wenn dem so ist, dann könnte man auch die hypothetische Frage stellen, warum TROTZ unterstellter akribischerer Prophylaxe die Vegetarier die SIGNIFIKANT schlechteren Zähne haben? Deine Argumentation ist in diesem Punkt also ziemlich fadenscheinig.

      5) Kalkhaltiges Wasser stärkt durch Ca den Zahnschmelz potenziell. Warum sollte jemanden also da etwas wundern? Im Artikel sind keine Angaben über Trinkgewohnheiten also völlig abwegige Argumente, die du da einbringst.

      6) Veganer sind Vegetarier und sind in der Studie damit inkludiert, weil nicht zwischen den verschiedenen Spielarten des Vegetarismus unterschien wurde. Da aber die tierischen Lebensmittel bedeutend weniger negativen Einfluß auf die Zahngesundheit haben, als die pflanzlichen (aberasive Partikel zb im Vollkorngetreide, Zucker, Fruchtsäuren) potenziert sich die Problematik (bei isokalorischer Diät) bei Veganern. Deswegen riet ich ausdrücklich den Veganern dazu noch mehr auf Mundhygiene und Prophylaxe zu achten.

      Fazit: Wer selbst denken will, sollte auch in der Lage zu sein dies zu tun und sich vor allem eines Wissens zu bemächtigen, das up to date ist.

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